Kurzberichte

WABe e.V. ist gemeinsam mit IN VIA neuer Träger der Bahnhofsmission
17. April 2018

WABe e.V. ist gemeinsam mit IN VIA neuer Träger der Bahnhofsmission

17. April 2018

von links: Marion Timm, Alois Poquett, Gabriele Jülich, Elke Schreiber, ehrenamtliche Mitarbeiter, © WABe e.V.on links: Gabriele Jülich, Alois Poquett, Elke Schreiber, ehrenamtliche Mitarbeiter, © WABe e.V.

Die Bahnhofsmission Aachen ist seit Jahrzehnten Anlaufstelle für die Menschen, die ohne ihre Hilfe aller Wahrscheinlichkeit nach ins Leere laufen würden. Stets und ausschließlich an den Anliegen der Besucher orientiert, ist sie Schutzraum und Zufluchtsort zugleich. Seit Jahren wird sie in ökumenischer Trägerschaft geführt. Für die katholische Seite steht der Verein IN VIA Aachen e.V. und für die evangelische Seite stand bisher das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen e.V. Doch letzteres gab seinen Teil der Trägerschaft aufgrund von finanziellen Problemen an WABe e.V. Diakonisches Netzwerk Aachen ab. Katholische und evangelische Seite bleiben damit weiterhin bestehen.
WABe-Geschäftsführer Alois Poquett freut sich auf das neue Aufgabenfeld, wie betont. „Die Bahnhofsmission leistet unverzichtbare Arbeit und passt mit ihrem Aufgabenfeld bestens zum bestehenden Hilfsangebot der WABe für Menschen in sozialen Notlagen. Zudem arbeitet die Einrichtung schon seit Jahren eng mit unseren verschiedenen Beratungs- und Betreuungsangeboten, wie beispielweise der Fachberatungsstelle für Frauen oder der Wärmestube, zusammen.“ So war für Poquett sofort klar, dass er die neue Herausforderung nicht nur aufgrund der diakonischen Verbundenheit, sondern aus voller Überzeugung annimmt.
Elke Schreiber, Leiterin der Bahnhofsmission, kümmert sich gemeinsam mit ihrem 20-köpfigen Team aus Ehrenamtlern um Hilfesuchenden aller Art. „Zu uns kommen die unterschiedlichsten Menschen. Wir stellen keine Anforderungen, sondern sind einfach da und helfen. Das ist ein einzigartiges Konzept“, so Schreiber. Unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion der Hilfesuchenden, versteht sich die Bahnhofsmission als erste Anlauf- und Vermittlungsstelle, als Erst- und Notversorgung, als Beratungs- und Informationsstelle und als Anwalt für alle Menschen in Bedarf- und Notsituationen. Diese reichen von Fragen zur Technik des Fahrkartenautomaten über Unterstützung auf Zugfahrten bis hin zu Themen rund um Wohnungslosigkeit. Seit Ende des 19. Jahrhunderts existieren Bahnhofsmissionen, in Deutschland sind es 100. Gabriele Jülich, Geschäftsführerin von IN VIA Aachen und Poquett hoffen nun auf eine Fortsetzung der bisher erfolgreichen Arbeit. „Ohne die vielen Ehrenamtler wäre das alles gar nicht möglich, denn bisher erhält die Einrichtung keinerlei finanzielle Unterstützung, weder von der Stadt noch von der Städteregion. Deshalb sind wir auch dringend auf Spenden angewiesen“, sagt Jülich. Dass das Engagement der Ehrenamtler unverzichtbar ist, machen die Zahlen deutlich. Alleine im Jahr 2017 nahmen mehr als 3000 Menschen Hilfeleistungen der Bahnhofsmission in Anspruch.

Spenden an die Bahnhofsmission
IN VIA Aachen - IBAN: DE04 3905 0000 0047 2883 03
WABe e.V. - IBAN: DE08 3905 0000 0001 3177 00

zurück ins Leben
04. März 2018

zurück ins Leben

04. März 2018

http://www.himmelunderdeonline.de/hue/wabe-e-v-hilft-frauen-zurueck-ins-leben.php

Sonntag, 04.03.2018

obdachlose Frau sitzt auf dem BodenMit Gesprächen, Begleitung und praktischen Hilfen werden Frauen dabei unterstützt, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Nach der Trennung von ihrem Freund ist für Nadine alles anders: Ohne Geld, ohne Arbeit und ohne eigene Wohnung droht ihr plötzlich die Obdachlosigkeit. Hilfe und ein Dach über dem Kopf findet sie beim Aachener Verein "WABe" e.V.

"WABe" steht für "Wohnung, Arbeit und Beratung". Dabei handelt es sich um ein diakonisches Netzwerk, zu dem u.a. betreutes Wohnen, mehrere Fachberatungsstellen, die Jugendhilfeeinrichtung "Akazia", eine Wärmestube und zwei Werkstätten gehören. Durch das Zusammenspiel verschiedener, aufeinander abgestimmter Hilfen und Beratungsangebote sollen "Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten" stabilisiert und in die Gesellschaft (re)integriert werden. Mit ihren Angeboten ist die "WABe" Anlaufstelle für Haftentlassene, wohnungslose, langzeitarbeitslose und behinderte Menschen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Hilfe für Frauen in Not. Hierfür wurde bereits 1997 ein eigener Treffpunkt eingerichtet, der täglich zwischen 9 und 12 Uhr eine offene Sprechstunde anbietet. Frauen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, die Probleme mit Behörden haben, die arbeitslos, verschuldet oder von Armut bedroht sind, finden hier ein offenes Ohr und praktische Hilfen. Zum Angebot gehören außerdem rund 20 betreute Wohnplätze für Frauen.

Hier hat auch die 26jährige Nadine nach der Trennung von ihrem Freund eine Unterkunft gefunden. Die Sozialarbeiterin Brigitte Schiffers hilft ihr und den übrigen Frauen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Gemeinsam werden konkrete Ziele und Schritte auf dem Weg dorthin vereinbart, so Schiffers: "Es ist eine sehr, sehr individuelle und intensive Form der Unterstützung und Hilfe, und deswegen ist es natürlich auch wichtig, dass die Frauen auch motiviert sind und mitarbeiten wollen und können."

Mehr Infos über das diakonische Netzwerk von "WABe e.V." gibt es unter http://www.wabe-aachen.de

Weihnachtsaktion WABe
21. Dezember 2017

Weihnachtsaktion WABe

21. Dezember 2017

Wunschbaumaktion, © WABe e.V.

Was gibt’s Schöneres, als in strahlende Kinderaugen zu blicken? Am 20. Dezember fand im Rahmen der achten Wunschbaumaktion die diesjährige Weihnachtsbescherung in unserem Stolberger Sozialkaufhaus statt. Beschenkt wurden 200 Kinder vom integrativen Familienzentrum auf der Liester, vom Städtischen Kindergarten Mozartstraße, von der Hermannschule und von Sozialkaufhausmitarbeitern. Wie auch in den letzten Jahren erfüllten viele Stolberger die Geschenkwünsche, die auf Zetteln am Wunschbaum hingen, durch Erwerb oder Spende des Kaufpreises. Zum leiblichen Wohl der Kleinen trugen Mütter und Erzieher/innen mit Selbstgebackenem bei. Bevor der Weihnachtsmann die Bühne betrat, begrüßte Dagmar Offermann (WABe-Teamleiterin für Arbeit und Soziale Integration) alle Anwesenden im festlich geschmückten Ladenlokal in der Ellermühlenstraße. Unter anderem auch Dr. Tim Grüttemeier (Bürgermeister der Stadt Stolberg), Robert Voigstberger (Sozialdezernent der Stadt Stolberg), Arndt Kohn (Europaabgeordneter) und Stefan Graaf (Geschäftsführer des Jobcenters StädteRegion Aachen). „Stefan Graaf liegt das Wohl der Kinder am Herzen“, sagte unser Vorsitzender und Geschäftsführer Alois Poquett. Er dankte dem Jobcenter, ohne dessen finanzielle Unterstützung es die Sozialkaufhäuser nicht gebe und äußerte den Wunsch, dies möge noch lange so bleiben.

WABe Alemannia Fanshop
6. Dezember 2017

WABe Alemannia Fanshop

06. Dezember 2017

Neuer Alemannia Fan Shop eröffnet in der Kleinkölnstraße 18 Sozialpartnerschaft zwischen Alemannia Aachen und der WABe in bester Fußball-Manier!

Es dauerte keine fünf Minuten, bis der erste Kunde den neu eröffneten Alemannia-Aachen Fanshop in der Kleinkölnstraße 18 mit vollen Tüten bepackt verließ. Kein Wunder, denn echte Fans sind sofort zur Stelle, wenn es Artikel und Produkte „ihres“ Vereins gibt. Doch dieser Shop unterscheidet sich von den bisherigen Alemannia Geschäften auf eine ganz besondere Art und Weise: Die WABe und ihr Tochterunternehmen VIA Integration sind in Kooperation mit der Alemannia die Betreiber des neuen Fanshops. Ab sofort arbeiten hier drei Menschen mit Behinderung und bringen all die Dinge an den Mann, beziehungsweise an die Frau, die man als eingefleischter Fan eben so braucht. Tickets, Schals, Trikots oder auch Tassen in schwarz-gelb dominieren das Bild. WABe-Geschäftsführer Alois Poquett freut sich über das weitere Standbein der WABe: „Gerade die Alemannia mit ihren mehr als wechselvollen Leidensgeschichten hat – vielleicht auch gerade deshalb – eine so hohe Wertschätzung bei vielen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bayern kann jeder – Alemannia ist eine lebenslange Herzensangelegenheit. Gerade aktuell zeigen Trainer Fuat Kilic und sein Team, was man auch aus scheinbar aussichtslosen Lebenslagen alles machen kann.“ Auch Alemannia-Geschäftsführer Martin vom Hofe war von der Idee der Zusammenarbeit sofort begeistert, vor allem weil ihm das Miteinander von sozialen und wirtschaftlichen Interessen überzeugt hat. „Hier kann sich die Alemannia wieder mitten in der Aachener Stadt präsentieren und zeigen, dass wir ganz nah dran sein wollen an unseren Fans und Zuschauern. Mir und besonders dem neuen Präsidium um Dr. Fröhlich ist es wichtig, Alemannia wieder als Teil der Aachener Sportgemeinschaft und der Aachener Bevölkerung zu platzieren. Nur mit der Unterstützung unserer Fans und den Bürgerinnen und Bürgern kann sich die Alemannia auch wieder wirtschaftlich und sportlich etablieren“, so seine Worte. Es ist also eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Denn das neue Projekt schafft nicht nur neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, es zeigt vor allem, wie wichtig eine Integration von Menschen mit Behinderung und ohne Arbeit ist. Wenn das noch in schwarz-gelber Alemannia Manier passiert, kann ja nichts mehr schiefgehen.

Die Öffnungszeiten des City Fanshops in der Kleinkölnstraße 18 sind montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr.

WABe Weihnachtsmarkt
01. Dezember 2017

WABe Weihnachtsmarkt

01. Dezember 2017

Individuelle Weihnachtsgeschenke mit erkennbarer Liebe zum Detail

WABe Weihnachtsmarkt verkauft handgefertigtes und Bio-Weihnachtsbäume
Winterzeit ist auch immer die Zeit der Weihnachtsmärkte. Viele Händler präsentieren ihre Ware und machen Lust auf Weihnachten. Dabei ist es nicht immer ganz leicht, Dinge zu finden, die abseits des Mainstreams sind. Der WABe-Weihnachtsmarkt an der Bandbreite in der Kleinkölnstraße 18 hebt sich von den kommerziellen Weihnachtsbuden ab. Bereits zum zweiten Mal werden hier Bio-Weihnachtsbäume sowie einzigartige und individuelle Produkte verkauft. Das Besondere: Die Waren wurden in den verschiedenen Kreativ- und Recyclingprojekten über das Jahr hinweg angefertigt. „Die bei uns beschäftigten Menschen haben durch den Weihnachtsmarkt die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Potentiale in Form der Produkte sichtbar zu machen. Nach langer Arbeitslosigkeit können sie in unseren Projekten beruflich wieder Fuß fassen, immer orientiert an ihrer individuellen Leistungsfähigkeit und ihren Interessen, begleitet von Fachanleitern und Sozialpädagogen“, erzählt WABe-Geschäftsführer Alois Poquett. So entstehen in der Radwerkstatt beispielsweise Lampen aus Fahrradspeichen, Gürtel aus Radreifen oder auch Zeitschriftenhalter aus nicht mehr brauchbaren Gepäckträgern. Die „Upcycling-Produkte“ stehen auf dem Weihnachtsmarkt direkt neben Holzsachen und liebevoll angefertigten Stofftieren. Wer es gerne etwas größer mag, der wird von den ganz speziellen Möbelstücken begeistert sein. Eine originelle Kleiderstange in Form eines langen Fahrrads oder auch neu hergerichtete Schreibtische aus alten Küchenbeständen machen die Kreativität der hier arbeitenden Menschen sichtbar. Aus dem Textilrecycling kommen einfallsreiche Taschen oder aus Wollresten gefertigte Armstulpen. Was alle Objekte vereint sind die Liebe zum Detail und die Intensität, mit der sich ihre Schaffer der jeweiligen Aufgabe zugewandt haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen in Projekte der WABe. Bei aller Freude über den Markt möchte Poquett eine Sache nicht vergessen. „Als Trägerverein und Mitglied von Pro Arbeit, dem Dachverband der Arbeitsloseninitiativen in der Städteregion, ist der WABe-Weihnachtsmarkt immer auch ein Zeichen und dringender Appell an die Politik, sich endlich zu einem dauerhaft geförderten sozialen Arbeitsmarkt durchzuringen.“
Der WABe-Weihnachtsmarkt an der Bandbreite in der Kleinkölnstraße 18 geht bis zum 21. Dezember. Öffnungszeiten: montags bis samstags von 12 bis 19 Uhr.