Laufen für den guten Zweck
23. September 2017

Laufen für den guten Zweck

23. September 2017

Solidaritätslauf, © WABe e.V.
Bereits zum 11. Mal wurden die Laufschuhe für den guten Zweck geschnürt. Im Rahmen des September-Specials zeigten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Solidarität und umrundeten den Aachener Markt. Jede Runde zählte und der Erlös kam der kirchlichen Arbeitslosenarbeit zu Gute. Doch nicht nur das: Von jedem erlaufenen Euro konnten die Teilnehmer die Hälfte an ein von ihnen gewähltes soziales Projekt spenden. Auch ein Team der WABe ging mit 25 Leuten an den Start. Während einige von ihnen mit viel Power und Motivation Kilometer für Kilometer passierten, brachten sich andere als Streckenposten, Ordner und Organisatoren ein. Fazit der Akteure: Ziemlich geschafft und außer Puste brauchten sie zwar erstmal eine Verschnaufpause, aber betonten nur wenig später, dass sie selbstverständlich auch im kommenden Jahr wieder dabei sein werden!

Ulla Schmidt besucht WABe Bücherprojekt
20. September 2017

Ulla Schmidt besucht WABe Bücherprojekt

20. September 2017

Ulla Schmidt im WABe Bücherprojekt, © WABe e.V.
Da war selbst SPD- Politikerin Ulla Schmidt sprachlos. „Und die müssen alle noch sortiert und digital erfasst werden?“, fragte sie mit Blick auf die unzähligen Bücher im Spenden- und Logistikcenter der WABe. „Ja, da haben wir noch eine ganze Menge Arbeit vor uns“, antwortete Reinhard Schultheis, Leiter des Bücherprojektes. Seit 2017 existiert das Konzept, gespendete Bücher weiterzuverkaufen und einzuscannen. 55.000 bis 60.000 Bücher warten aktuell auf neue Besitzer. Und es werden immer mehr. Schultheis und sieben weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich tagtäglich darum, dass es stetig ein paar weniger werden. Wobei auch sie manchmal den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen – oder in dem Fall Bücher – nicht sehen. Schmidt, die Schirmherrin des Bücherprojektes, nutze ihren Besuch nicht nur, um mit den hier arbeitenden Menschen ins Gespräch zu kommen, gleichzeitig gab auch sie vier große Tüten mit Büchern ab. „Das ist wirklich eine tolle Idee, denn auch wenn vieles nur noch digital genutzt wird, sind Bücher nach wie vor beliebt. Toll, dass sie hier nicht einfach im Müll landen, sondern mit Glück einen neuen Besitzer finden“, sagte Schmidt. Nach der Übergabe berichtete die Politikerin und Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages über ihre Arbeit in Berlin und gab den Anwesenden die Möglichkeit, sie all das zu fragen, was ihnen unter den Nägeln brannte. Dabei wurde schnell deutlich: Vor allem die Themen Sozialer Arbeitsmarkt, Wohnungssuche und damit einhergehend die Forderung einer Mietbremse sowie das gesellschaftliche Auseinandergehen von Arm und Reich beschäftigten die Anwesenden sehr. Schmidt zeigte sich verständnisvoll und bürgernah. „Dass wir einen Sozialen Arbeitsmarkt einrichten und dementsprechend fördern, ist mir ein persönliches Anliegen, für das ich mich einsetzen werde. Es ist wichtig, dass ein Sozialer Arbeitsmarkt keine Abschiebung ist, sondern einer dauerhaften Förderung bedarf und Menschen dadurch eine Wiedereingliederung in den Ersten Arbeitsmarkt ermöglicht“, betonte Schmidt. Natürlich brauchen solche Entwicklungen Zeit, aber generell sei es unabdingbar, in diesem Bereich politisch an einem Strang zu ziehen, ergänzte die ehemalige Gesundheitsministerin ferner. Für die Anwesenden war die Gesprächsrunde mit Ulla Schmidt eine gute Gelegenheit, mit der Volksvertreterin persönlich über ihre Belange, Sorgen und Nöte zu sprechen. Und bevor sie sich auf zum nächsten Termin machte, sagte sie lachend: „Ich habe noch mehr Bücher, die ich vorbeibringen werde. Und dann stöbere ich mal ganz in Ruhe nach literarischen Schätzen.“